Seit dem Schuljahr 2025/26 gibt es an der Anna-Seghers-Schule einen neuen Ergänzungskurs in der Oberstufe: die Schülerfirma. Der erste Jahrgang entwickelt ein eigenes Gesellschaftsspiel — und lernt dabei, was zwischen Idee und Verkauf alles passiert.
Vom Prototyp zur Kalkulation
Der Kurs beginnt dort, wo Wirtschaftsunterricht sonst aufhört: bei einem Produkt, das am Ende jemand kaufen soll. Die Gruppe hat sich für ein Kartenspiel entschieden, Arbeitstitel „Not your usual game“, kurz NYUG. In den ersten Wochen ging es um Spielmechanik und Testrunden in den eigenen Klassen, danach um Material, Druckkosten und die Frage, welcher Preis realistisch ist.
Wer welche Rolle übernimmt
Die Schülerinnen und Schüler haben sich in vier Bereiche aufgeteilt und führen jeweils eigene Protokolle:
- Produktentwicklung — Regelwerk, Kartenlayout, Testauswertung
- Beschaffung — Angebote einholen, Druckereien vergleichen
- Marketing — Auftritt, Fotos, Präsentation am Tag der offenen Tür
- Buchhaltung — Kalkulation, Einnahmen, Rücklagen
Begleitet wird der Kurs vom Fachbereich Wirtschaft-Arbeit-Technik. Die erste Auflage soll am Tag der offenen Tür vorgestellt werden.
„Am schwierigsten war nicht das Spiel selbst, sondern zu akzeptieren, dass die erste Version nicht funktioniert hat.“


